Vom Hoka One Clifton und der Kältekammer

Wie alles begann…

an einem Samstag Vormittag führte mich der Weg in die Leipziger City. Meine Mam, ich und meine beste Freundin wollten gemeinsam die Startunterlagen für den Deutsche Post Ladies Run am Tag darauf abholen.

So begab es sich, dass drei Läuferinnen den Leipziger Laufladen enterten. Unser Ziel: neue Schuhe für die Mama und eventuell ein paar Langstreckler für meine Wenigkeit.

Die Frau Mama war schnell versorgt und zog diversen Schuhen ihre Kreise durch die Passage um die bestmöglichen neuen Gefährten zu finden. Dann wurde auch noch die neuen Schuhe von Yvonne unter die Lupe genommen und abgenickt. 😉

Zum Schluss durfte ich meine Wunschliste abladen: maximal 5mm Sprengung (ist der Höhenunterschied zwischen Vorderfuß und Ferse, quasi die Absatzhöhe) und eine breite Zehenbox. Manuel verschwand mit diesen Vorgaben und tauchte kurz darauf mit Hoka One in den Händen auf.

Mein Gesicht hat meine zwei Begleiterinnen wahrlich unterhalten. Ich habe mit allem gerechnet, aber nicht mit den Schuhe welche ich auf jeder Messe verachtliche Blicke zugeworfen habe. Dämpfung pur mit einem leicht orthopädischen Aussehen…

Warum? Wieso? Weshalb? Manuel mit den Schuhen aufgetaucht ist habe ich mir erklären lassen. Alle Fragen wurden mir ausreichend beantwortet. Wenig glücklich stand ich schließlich mit den „Schönheiten“ an der Kasse. Einfach mal dem Fachmann vertrauen dachte ich mir. Laufen ließen sich die Teile ja ganz gut.

Die ersten Kilometer….

waren jetzt nicht so geil. Direkt beim ersten Lauf schliefen mir die Füße ein. Erst rechts, dann links. Nach dem Training habe ich die Schlafmützen vorsichtig ins Leben zurück geholt.

Nun gut. Hatte ich schon mal bei den Brooks Ghost 7. Beim zweiten Lauf war es dann weg und wir wurden dicke Freunde.

Also neuer Tag neues Glück. Es sollte eine schnellere Einheit werden, also nix zum pennen. Dachte ich….. Diesmal meldeten die Füße ab km 5 ein Schlafbedürfnis an, dazu kam links eine Blase. Für Langstreckenschuhe etwas zu zeitig.

Im Laufladen angerufen: „Komm rum mit den Schuhen.“ Da ich geschäftlich eh in der Nähe unterwegs war die Hokas ins Auto geworfen und am späten Nachmittag im Laden aufgeschlagen.

Jetzt wird es cool…

im Laden bin ich recht schnell in den fähigen Händen von Jörg gelandet. Er hat nochmal die Füße vermessen: Größe passt. Dann hat er mir erklärt warum die Hokas auf meine Füße eine derart beruhigende Wirkung haben. Die gaaaanz grobe Kurzfassung: die Schuhe sind anders als die meisten Laufschuhe und meine Füße brauchen etwas Zeit zur Gewöhnung.

Da komme ich mit. Meine Hausaufgaben: die Clifton nun bis 70km laufen, wenn es dann nicht funktioniert gehen sie zurück. Wir arbeiten also weiter an unserer Freundschaft. 😉
Gegen die Blase gab’s ein paar neue Socken. Standen sowieso auf der Wishlist, da ich auch andere Schuhe haben, welche mich manchmal etwas aufreiben.

Jörg fragte dann recht spontan ob ich noch Zeit hätte. Nun grundlegend rennt mir die Arbeit nie davon und liegt noch geduldig auf dem Tisch, wenn ich zurück kehre. Also ja.

Der Leipziger Laufladen hatte ab 17 Uhr einen kleinen Lauf zur Eiszeitlounge organisiert. Dort durfte man für einen kleinen Special Tarif mal die belebende Wirkung einer -110 Grad kalten Kältekammer erleben.

Bereits bei Facebook davon gelesen hatte ich tatsächlich Bock drauf. Mein Gegenargument in Jeans ist Laufen nicht sooo cool wurde direkt mit ein paar Laufklamotten zerschlagen. Musste mich kurz zusammenreißen um die Kinnlade nicht auf den Boden zu verlieren. Habe mich natürlich gefreut wie Bolle und das Angebot dankend angenommen.

Ab in die Broosk Launch 4 zum testen und 2,7km zur Eiszeitlounge gelaufen. Dort angekommen wurden wir aufgeklärt was uns alles erwartet und welche Vorteile die Kälteanwendung hat. Für mich war das Thema Regeneration am interessantesten. Hatte ich doch bei der Leichtathletik WM in London das ersten Mal von solchen Kältekammern gehört.

Eine kurze Anamnese damit wir die Sache auch unbeschadet überstehen und dann hieß es schon raus aus den Klamotten. Die Kältekammer wird in Unterwäsche, dicken Wollschuhen, Fäustlingen, Stirnband um die Ohren zu schützen und einem Mundschutz betreten.

Zuerst ging es für 15 Sekunden zur Gewöhnung in eine -65 Grad kalte Kammer. Das war schon fff—frisch! Dann direkt in den -110 Grad kalten Raum. Ich haben nur wenige Sekunden gebraucht um loszubibbern. Also falls ihr das Gefühlt hattet es hat gegen 18 Uhr im Raum Leipzig die Erde gebebt, sorry mir war kalt!

Meine Mitstreiterin in der Kammer und der Kälteprofi davor meinten ich sehe verkrampft aus. oO
Das war ich und alle Yoga Gesänge in meinem Kopf vermochten mich nicht zu entspannen. Nach gut zwei Minuten beschlossen wir einheitlich den Raum zu verlassen.

Draußen wurde dann die Hauttemperatur gemessen. Ich war gut auf 4 Grad runtergekühlt. Knackig frisch.

Mag alles schlimm und anstrengend klingen war es aber gar nicht. Klar ist frieren nicht so der Knaller aber das Gefühl danach war super. Frisch, belebt und der schweren Beine fühlen sich frischer an. (kein Wortwitz)

Ich würde es definitiv wieder machen und jeder kalten Dusche vorziehen. Gerade wer gesundheitliche Themen hat wie Rheuma hat sollte da mal drüber nachdenken. Für Sportler natürlich der Hammer, wer will nicht schneller Regenerieren um direkt wieder ein gutes Training absolvieren zu können.

Auftauen auf dem Rückweg

Meine Wohlfühltemperatur liegt zwischen 25-30 Grad, daher verwundert es sicher nicht, dass mich noch ein paar Minuten die Gänsehaut begleitet hat. Bin eben eher Wüstenfuchs als Eisbär.

Die 2,7km Rückweg durften mich ein paar Nike Vomero begleiten. Auch nicht schlecht. Ob Schuhtester auch ein anerkannter Beruf ist? 😉

Lecker Leipziger Allerlei gab es dann noch zur Stärkung bevor sich die Runde aufgelöst hat. Ein spontaner, entspannender und interessanter Abend. Danke an den Laufladen für die grandiose Versorgung mit Nahrung und Textilien und danke an die Eiszeitlounge für die tolle Kennelernaktion!

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