Trainingslager im Las Playitas – Ein Sportlertraum

Ausblick vom Pool auf den Sonnenaufgang.
Sonnenaufgang beim Frühschwimmen

Triathlon Trainingslager

Letztes Jahr erreichte uns das Angebot eine Gruppe Triathleten in ihr jährliches Trainingslager zu begleiten. Der Termin war nur vier Wochen vor dem Two Oceans Marathon und fiel damit in unsere unmittelbare Vorbereitung.

Dennoch zögerten wir nicht lange und sagten freudig zu. Die Chance neue Leute kennen zu lernen welche die gleichen Interessen teilen und ein Triathlon Trainingslager mitzuerleben war einfach zu verlockend. Damals hatte ich den Hotelnamen Las Playitas noch nie gehört bzw. bewusst war genommen. Inzwischen lese ich ihn in jeder Zeitschrift und gerade jetzt im März x-Mal am Tag in den sozialen Medien.

Auf nach Fuerteventura!

Anfang März war es endlich soweit. Der Koffer wurde ein und direkt wieder ausgepackt…
Viel zu klein! Der ganz Große musste ran. Sieben Tage sind zwar nicht lang, aber die Ausrüstung für drei Sportarten inklusive Pedale und Radhelm musste ja schließlich mit. Meine professionelle Erfahrungen als Tetris Spieler halfen mir auch diesmal weiter.

Am Morgen brachen wir bei sibirischen -13 Grad auf, was die Vorfreude auf die Sonne nur noch steigerte.

Einen kleinen Teil der 26-köpfigen Sportgruppe durften wir auf dem Leipziger Flughafen schon kennenlernen. Der Kennenlernteil ist für mich anstrengender als die Sporteinheiten, da mein Gesicht-Namens-Gedächtnis nur sehr rudimentär ausgeprägt ist. Doch fünf Stunden Flugzeit sollten mir die Möglichkeit geben die ersten sechs Namen zu lernen.

Las Playitas auf Fuerteventura – Ein Sportlertraum

Nachdem der Bustransfer vom Flughafen zum Hotel mein Gesicht in einen Grünton à la Shrek getaucht hatte, brauchte ich ein paar Minuten um mich über die Ankunft zu freuen.

Doch dann wurde mit jedem Meter auf der Anlage mein Grinsen breiter. Wohin das Auge blickte Läufer, Radler, Schwimmer und unzählige andere bewegungsfreudige Menschen. Cool!

Das Las Playitas ist ein wenig wie ein eigenständiges Dorf. Es gibt einen kleinen Supermarkt, Restaurants, Bars, Shops rund um Sportausstattung und Bekleidung. Und egal wo mein sein Geld ausgeben will überall kann man auch aufs Zimmer buchen lassen. Cool!

Zeitnah lernten wir auch den ersten Trainer persönlich kennen. Andreas von A.W. Sportcoaching organisiert und leitete mit zwei weiteren Trainern die Sportlerbande durch die geplanten 10 Tage. Cool!

Das Schwimmen

50m Pool im Las Playitas
Schwimmen im 50m Pool

Andreas hatte für uns eine Bahn im traumhaften olympischen 50m Pool gebucht. Ab 6:30 Uhr hieß es Schwimmbrille auf und ab in die Fluten. Ich bin nicht der geborene Frühaufsteher doch für das Training fiel es mir gar nicht so schwer aufzustehen. Draußen war es um die Zeit noch stockdunkel und keine 20 Grad warm. Wenn es etwas gibt was meiner Motivation einen Dämpfer verpassen kann dann ist es Kälte.

Mit Gänsehaut und Angst vor der noch unbekannten Wassertemperatur lief ich zum Pool. Die ersten Fleißmeisen zogen schon ihre Bahnen. Am Pool lag jeden Morgen ein neuer Schwimmplan aus der zwei Leistungsstufen enthält: die ganz Schnellen und der Rest. Ohne Frage gehöre ich nicht zu den Schnellen. Arbeite aber daran. 😊

Also raus aus der schützenden Stoffpelle und ab ins Wasser. Splash…. und? Ein Lächeln machte sich noch unter Wasser auf meinem Gesicht breit. Das Wasser war warm!

Schwimmen ist aktuell noch die Disziplin mit dem meisten Potential für mich, umso mehr freute ich mich über die Tipps die mich von den anderen Athleten und Andreas erreichten. Ich speicherte jedes Wort ab um auch in meinem Training daheim an den Schwächen arbeiten zu können.

Kurz nach sieben startete auch die Sonne in den Tag. Ich sage euch allein der Sonnenaufgang war das zeitige Aufstehen wert!
Ich bin in solchen Momente immer unglaublich dankbar dies erleben zu dürfen.

Die Arbeitsponys – Cervelo R3 Di2

Da wir noch keine Radkoffer besaßen hatten wir uns im Vorfeld im Las Playitas Bike Center Rennräder reserviert. Zwei Cervelo R3 Di2 durften uns die sieben Tage begleiten. Bei der Abholung war ich erstmal kurz enttäuscht. Langweilig aussehende Rennräder wurden übergeben. Verwöhnt!

Nachdem wir uns die Drahtesel zu unserer Zufriedenheit eingerichtet hatten ging die Reise auch schon los. Drei Gruppen sind für die Ausfahrten geplant: die Raketen, die langsameren Raketen und eine sogenannte Cappuccino Gruppe. Wer mich kennt wird wissen, dass ich nicht unbedingt in der Cappuccino Gruppe mitfahren wollte. Mag ja keinen Kaffee. 😉 Da wir aber keinen blassen Schimmer hatten wie die Leistungsklassen verteilt sind schlossen wir uns erstmal der Cappuccino Gruppe an.

Wir sind vorher allein oder nur zu zweit Rad gefahren, daher brauchte es eine kurze Eingewöhnung an Handzeichen und das Windschattenfahren. Die ersten Kilometer waren recht gemütlich. Ich fing an zu Strahlen als der erste Berg gefolgt von der ersten Abfahrt kam. Dümmlich grinsend mit Fahrtwind im Gesicht flog ich über die Straßen.

Das zweite Mal an diesem Tag das ich eine große Dankbarkeit verspürte.
Der erste richtige Anstieg beförderte uns direkt in Gruppe zwei: zu den langsameren Raketen. 🙂

Swim-Bike-Run

Kein Tag war wie der andere trotz gleicher Abläufe.

Beim Frühschwimmen arbeitete ich an meinem Beinschlag und genoss jeden Tag aufs Neue den Sonnenaufgang.

Beim gemeinsamen Frühstück wurde über Gott und die Welt geredet bevor die Pedale wieder klickten.

So hätte es für mich noch Wochen weiter gehen können.

Meine erste Enttäuschung über die langweilig aussehenden Rennräder wich einer wohlwollenden Anerkennen. Die Bikes hatten eine herrliche Laufruhe. Ich war fast erschrocken als ich die 70 km/h auf dem Garmin las. Es fühlte sich bei weitem nicht so zügig an. 😀

Nach den Radausfahrten wartete immer eine Gymnastikeinheit darauf den Körper wieder zu lockern. Andreas hatte hier ein gutes Händchen für die passenden Übungen.

In fröhlicher Runde hieß es beim Abendessen schließlich: Speicher auffüllen!

Die Zeit verfliegt!

Wir waren leider nur sieben Tage dabei und die waren natürlich rum wie nix. oO

Als der Abschied näher rückte war ich wirklich traurig.

Nach sieben Tagen lagen:

  • 349 Rad Kilometern
  • 5800m im Wasser
  • 7,7 auserwählte Trail Kilometer 🙂
  • unzähligen tollen Unterhaltungen

hinter uns. Pläne für den Sommer wurden geschmiedet und Kontaktdaten ausgetauscht.

Wir wurden von der Gruppe so herzlich aufgenommen und von den drei Coaches toll supportet.

Danke an Ellen & Uwe Scholz, Andreas Wind von A.W. Sportcoaching.


Kleiner Hinweis:
Wer wie ich nicht wie Flipper durch das Wasser gleitet, sollte die Facebook Seite von Andreas im Auge behalten. Es finden regelmäßig Schwimmseminare statt. Bei der nächsten Gelegenheit werde ich auch mal vor den fachkundigen Augen ins Wasser hüpfen und mir Tipps abholen.

Written By
More from Malahealth

MyGoal – mein neuer Coach

Auch wenn meine bisherige Art der Trainingsplanung bereits von Erfolg gekrönt war....
Read More

2 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*