Mein Ausstieg aus der Zuckersucht – Das Warum

Warum der Zuckerentzug nötig ist

Mehrfach habe ich hier über meine Zuckerprobleme ja schon eher Zuckersucht geschrieben. Bis jetzt habe ich es nicht im Griff. Es gibt Menschen die können schwer nachvollziehen warum mich mein Umgang mit Zucker so wurmt. Man sieht mir ja das Problem nicht an.

Nun schaut mal hinter die Kulissen:
Seit ich mich mit dem Thema Zuckersucht und dem Ausstieg aus dieser näher befasse, beleuchte ich auch meine Essgewohnheiten in der Gegenwart sowie in der Vergangenheit genauer.
Seit ich zurückdenken kann, gehört für mich tägliches Naschen einfach dazu. Ich glaube das erste Mal habe ich mit Anfang zwanzig drüber nachgedacht. Aber nur kurz. Wenn ich tägliches Naschen schreibe rede ich nicht von einer handvoll Gummibärchen oder einem Stück Schokolade. Wieder verschließbare Verpackung habe ich bis jetzt nicht verstanden…

Aktuell habe ich etwas herumexperimentiert und war in letzter Zeit auch immer mal ein paar Tage zuckerfrei. Leider gestaltet sich das bei mir tatsächlich wie bei einem Süchtigen. Bis Mittag geht alles noch gut, dann kommen die ersten Gedanken an etwas Süßes. Mit etwas Glück und Willenskraft komme ich mit den Gedanken bis zum Abend. Doch die Konzentration leidet und durch die Anstrengung des Widerstehens fühle ich mich schnell erschöpft. Ich arbeite nicht effektiv, weil ich viele Pausen brauche um mich wieder zusammeln. Die ganze Zeit dreht sich in meinem Kopf alles um das klebrige Zeug.

Schaffe ich „clean“ zu bleiben bin ich stolz wie nach einem Monstertraining. Schaffe ich es nicht bin ich frustriert und sage mir morgen wird es besser. Früher habe ich nie darüber nachgedacht sondern einfach gemacht, erst jetzt wird mir bewusst wie lange ich das schon mit mir rumschleppe.

Klingt in euren Ohren übertrieben? Nun, es gibt viele Menschen die auf das Lockmittel reinfallen und die Hände nicht davon lassen können. Zig Beiträge im Netz und diverse Blogposts zeugen davon.

So werde ich es schaffen

Mein erster Schritt war eigentlich als Darmkur gedacht, die Tage haben mir gezeigt es geht ohne. Doch es war nicht lange genug, in kürzester Zeit war ich wieder auf meinem alten Level.
Nun ist mein Auge auf Hannah Frey gefallen, die unter dem Hashtag #projektzuckerfrei ihr Projekt veröffentlicht und viele andere auf Ihrem Weg unterstützt hat.
Ich klemme mich an diese positiven Erfahrungen und werde den gleichen Weg gehen. Ich möchte wieder frei entscheiden wann und ob ich etwas Süßes esse. Ich möchte auch mal etwas weglegen können und nicht erst aufhören, wenn alles aufgefuttert ist. Ich möchte auf Feiern nicht die ganze Zeit den Kuchen anstarren und mich fragen ob es auffällt, wenn ich mir das dritte Stück ohne zu zucken nehme.

Der Anfang vom Zuckerende ist bei mir fest datiert. Pünktlich zum Wochenstart ist Zucker Schluß. Feierabend! Für volle 40 Tage! Dann sollte das schlimmste Überstanden sein und ich hoffe auf neu gewonnene Freiheit.

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