Der iSano Selbsttest oder Fasten ohne Hungern

10 Tagesration in Schoko und Classic.

Mein iSano 10 Tages Selbsttest

Ab morgen gibt es für mich 10 Tage lang nur 10 iSano Riegel pro Tag. Das klingt auch in meinen Ohren total irre, aber ich tue mir das nicht ohne Grund an.
So proplemlos ich meine Trainingspläne durchziehen kann und praktisch nie ein Mangel an Motivation oder Willenskraft habe. So leidlich ist für mich das Thema Ernährung. Im Großen und Ganzen ernähre ich mich gesund. Ich esse frisch, durchdacht und qualitativ hochwertig.
Dennoch habe ich regelmäßig regelrechte Fressattacken. Meist schon früh nach dem Aufstehen merke ich, dass es kein guter Tag wird. Im Büro kann ich mich dann nicht konzentrieren und ich fange an alles was irgendwie Essbare in mich reinzustopfen. Der Zustand zieht sich dann bis zum Abend hin, wo ich dann den ganzen gegessenen Wochenvorrat in meinem leicht kugeligen Bauch ins Bad schiebe. Macht wenig glücklich sowas.
Über Fasten und Entgiften habe ich des Öfteren schon nachgedacht. Es aber als nicht umsetzbar in meinem Alltag eingestuft. Der Gedanke lag dabei auf der Entgiftung des Körpers und darauf den Blutzuckerspiegel mal ein paar Tage konstant zu halten.

Nun habe ich in der neuen Laufen.de von iSano Riegeln gelesen und fand die Idee dahinter spannend.

Wer oder was ist denn nun iSano?

iSano sind kleine Riegel die für eine gewissen Zeit die Ernährung komplett ersetzen. Es gibt nur noch die Riegel und Wasser. Die Riegelchen decken den Nährstoffbedarf komplett ab und versprechen auch während der Kur eine volle Leistungsfähigkeit im Sport. In meinen Augen ist nur der Eiweiß-Gehalt etwas gering. So liegt die Tagesportion bei rund 55g, da ich mit 1,5g Eiweiß pro kg Körpergewicht rechne wären hier für mich 82g besser.
iSano ist sozusagen Fasten ohne Hungern. Es gibt pro Tag aller 60-90 Minuten einen Riegel und jede Menge Wasser.

iSano wird aus natürlichen Zutaten herstellt und ist vegetarisch. Auch eine vegane Variante steht zur Auswahl. Mir wurde für mein Vorhaben eine 10 Tageskur empfholen. Die Kur besteht aus 110 Riegel wovon 40 Stück einen Schokoüberzug haben um den Einstieg zu erleichtern.

Die Tagesration von 10 Riegel ensprechen in etwa 1000kcal und rund 270g Nahrung. Die geringe Menge entlastet den Darm und lässt sich den Körper auf etwas Anderes als aufs Verdauen konzentrieren. Normal sind etwa 2000kcal am Tag für mich passend, in Phasen des versuchten Leichterwerdens etwa 1700kcal.

Warum tue ich mir sowas an?

Nun zum Einen bin ich eben ganz furchtbar neugierig und zum Anderen erhoffe ich mir hier wirklich den Grundstein für einen „Zuckerentzug“ zu legen. Nein, ich verliere dadurch nichts und verzichte auch nicht. Ich möchte aber unbedingt diese Fressattacken und den Zwang weghaben etwas, meist Süßes, essen zu müssen. Ich gewinne sozusagen mehr Freiheit.

Den Aspekt des Entgiftens und Entschlackens finde ich genauso spannend und reizvoll. Ich habe so oft von Fastenkuren gelesen und auch gelesen wie toll und fit sich danach die Teilnehmer gefühlt haben. Genau sowas suche ich!

Wie und wann geht’s los?

Ab morgen früh. Vom 20. Februar bis zum 01. März stelle ich mich dem Experiment. Hier im Blog werde ich sozusagen Tagebuch führen, so kann ich zumindest schon mal bei euch für Unterhaltung sorgen. 😉

Tag 1 – Happy Birthday Laufen

Zum Laufgeburtstag ein Riegel mit Schoki

Nun habe ich euch Unterhaltung versprochen und es bleibt zumindest heute langweilig.
Heute morgen gab es den ersten Riegel. Nachdem ich die Schockstarre über die Größe oder besser Kleine überstanden habe ging es ans Essen. Geschmacklich schwer zu beschreiben, würde sagen wie Früchtebrot ohne Süße. Für den Einstieg habe ich die Riegel mit Schoko gewählt, dass war clever. Die Schoki ist übrigens nicht wie man von Mars und Co gewöhnt ist, sondern hauchdünn. Macht Sinn aber ist schon schade. 😉
Hunger hatte ich den ganzen Tag nicht, nach dem Lauf habe ich allerdings aller 60 Minuten einen Riegel gegessen. Bevor mich dann doch der Hunger überfällt. Den 18km Tempolauf konnte ich problemlos runterspulen, da hat noch nix an Energie gefehlt. Bis jetzt läuft es also super. Ich lecke noch nicht den letzten Krümmel Zucker aus meiner Süßigkeitenschublade. 😀 Was ich nicht esse trinke ich gerade, werden den Tag ganz locker mit 4 Liter Wasser abschließen.
So ich feierer jetzt meinen 2. Laufgeburtstag mit einem Riegelchen. 🙂 Heute vor zwei Jahren habe ich angefangen die Laufschuhe regelmäßig zu schnüren.

Tag 2 – Obstappetit

Und schon ist auch der zweite iSano Tag vorbei. Hunger habe ich den ganzen Tag nicht, ich muss nur die Abstände einhalten. Heute war ich so in meine Arbeit vertieft, dass mein Magen mich direkt erinnert hat was nachzuschieben. Funktioniert super! Durch die Essensintervalle von 60-90 Minuten ist man gefühlt den ganzen Tag am Essen.
Selbst die Kekse, Gummibärchen und Schoki in einer Schulung haben mich total kalt gelassen. Klingt komisch, ist aber so.
Mal sehen wie sich das die Tage entwickelt. Einzig Appetit auf etwas Obst hatte ich heute oder Salat.
Sonst fühle ich mich nicht müder oder munterer als sonst. Was allerdings jetzt schon positiv ist, der Magen fühlt sich nie richtig voll an und dadurch gibt es auch keine Verdauungsträgheit.
Das Stabi Training ist gelaufen wie immer, also keine Anzeichen von zeitigerer Ermüdung durch die geringe Kalorienaufnahme. Bis jetzt zufrieden. 🙂

Tag 3 – Herausforderungen

Und da ist der dritte Tag schon rum. Mir geht’s nach wie vor gut. Kein Hunger, kein Heißhunger alles super. Heute stand ein Tempotraining an. Die 3x4000m waren schon echt eine Challenge für sich. Vermutlich hatte nicht nur der Wind schuld, sondern auch die leeren Kohlenhdydrate Speicher. Ist im übrigen gerade perfekt um den Fettstoffwechsel anzukurbeln. Gibt ja nix praktischeres für einen Marathon, wenn der Körper an den ausreichend vorhandenen Reservern knabbert. 😀
Den Rest der Woche stehen auch nur ruhige Ausdauereinheiten auf dem Programm.
Die eigentliche Herausforderung des Tages fing in meiner Mantrailing-Gruppe an. Gerade auf den Parkplatz gerollt, als meine Tür aufgerissen wurde und mir WARME, frisch gebackenden Muffins unter die Nase gehalten wurden. Das war schon etwas hart! Und dann auch noch gesunde mit Möhre und Apfel. Irgwendwie habe ich es geschafft, der Bäckerin nicht in die Hand zu beißen und hatte auch den Speichelfluß ganz gut im Griff. 😉
Weiter ging es dann beim Zubereiten des Essens für meine Hunde. Die Fellnasen bekommen ja frisches Zeugs bei mir und der Apfel und die Möhren sahen sooooo lecker aus. Hab mich mit meinem stillen Wasser getröstet und außerdem ist ja schon ein Drittel geschafft. Tschakaa!

 

 

 

 

 

 

Tag 4 – Es wird spannend

Der vierte Tag liegt hinter mir. Hunger habe ich immernoch nicht, solange ich die Zeiten einhalte. Aber ich verzichte heute freiwillig auf den zehnten Riegel. Ist halt doch etwas eintönig vier Tage von früh bis abend das Gleiche zu essen und gerade mag ich die nicht mehr sehen. Hoffe doch morgen früh mag ich die wieder, sind ja noch 6 Tage.
Sonst gehts mir gut, bin nicht müde oder ausgelaugt durch die wenigen Kalorien. Habe auch überhaupt keine Appetit auf was Süßes und genau da wollte ich ja hin. Kein Blutzuckerspiele der Achterbahn fährt und mir das Leben schwer macht. Ich möchte eigentlich nicht mein Leben lang auf Zucker verzichten, aber es kontrollieren. Und wie es aussieht brauche ich den harten Entzug. Klingt komisch, aber ich weiß es gibt noch mehr Zuckersüchtige da draußen.
Also weiter durchhalten und Twitter und Instgram meiden. Dort posten alle ihr geiles Essen. 😉
Kartoffeln mit Quark und Ei wären gerade mein Wunschgericht, denke das Warme fehlt auch etwas.

Tag 5 – Halbzeit

Seit heute gibt es die Riegelchen ohne Schoki und das ist eine angenehme Abwechslung. Hätte ich schon eher drauf kommen können. Tagsüber ist alles schön, aber am Abend habe ich schon Bock auf was leckers zu essen. Kein Hunger, aber Appetit!
Beim Laufen habe ich heute schon etwas geschwächelt, aber vermutlich hing das mit Streß und Schlafmangel zusammen. Morgen wird es spannend, der Longjog steht auf dem Plan. 25km sollten es schon werden und das mit 130g Kohlenhydraten seit Montag. Wird ein perfektes Fettstoffwechseltraining. 😉

Tag 6 – Happy End

Langer Lauf mit Hund

Ich habe heute beschlossen vorzeitig den Selbsttest zu beenden. Weil er schiefgelaufen ist? Mitnichten. Ich hab einiges mitgenommen und viele positive Erkenntnisse erlangt. Doch dazu gibt es noch einen ausführlichen Abschlußbericht.
Erstmal zu heute: Wie gestern bereits angekündigt stand der lange Lauf auf dem Plan. Hier war sehr deutlich, dass Energie gefehlt hat. Im Vergleich zu üblichen Läufen über eine 1 Minute langsamer den Kilometer bei gleichem Puls. Ich fand es dennoch klasse, denn heute war ich mir sicher mit leeren Kohlenhydratspeichern einen super effektiven Fettstoffwechsellauf hingelegt zu haben.
Schaut am Mittwoch nochmal rein, dann gibt es die große Auswertung des Tests!

 

 

iSano Fazit – Das Gewicht

Für mich persönlich ist der Gewichtsverlust nicht so entscheidend, deutlich spannender ist der Körperfettanteil. Denn ich möchte ja wirklich nur Fett verlieren und keine wertvolle Muskelmasse.

Nun zu meinen Zahlen nach 5 Tagen:

  • Rein an Gewicht standen 2,4kg weniger auf der Waage
  • Körperfett waren es 1,9% weniger

Um die Daten so einigermaßen vergleichbar zu halten, habe ich mich immer zur gleichen Zeit gewogen. Dabei kann ich euch den Abend empfehlen. Ja, da wiegt ihr vielleicht etwas mehr, aber habt kein Wasserdefizit, was früh am Morgen meist der Fall ist. Dadurch ist dann das Ergebnis des Körperfettanteils etwas genauer.
Ich vertraue hier im Übrigen auf die OMRON BF511. Die Waage misst den Ober- und Unterkörper und bietet mir sehr gleichbleibenden Werte. Bei meinen vorherigen Waagen, waren die Körperfettangaben schon mal um einige Prozentpunkte abweichend zwischen zwei Wiegeeinheiten.

Spannend ist auch, dass sich der Wasserhaushalt durch die Riegel im Gesamten zu verschieben scheint. So hat sich der Körperfettanteil nach einem Tag normale Ernährung weiter nach unten korrigiert (war ich jetzt nicht so böse^^). Während meiner iSano Zeit habe ich im Schnitt 3 Liter Wasser pro Tag getrunken. Ernähre ich mich normal dürften es um die 2 Liter plus das Wasser in der Nahrung sein, also recht ähnlich.

Heißhunger Attacken

Aus dem Feedback was mich erreicht hat, schließe ich, dass dieses Thema für viele sehr interessant ist. Anscheinend werde nicht nur ich davon heimgesucht.
Da kann ich euch nur Positives berichten!
Meine Fressattacken waren in der Zeit komplett verschwunden. Ja, ich hatte natürlich Appetit Mal etwas Anderes zu Essen. Doch hier hätte ich einen Apfel oder Gurkensalat deutlich einem Ben & Jerrys vorgezogen.
Wie hat sich das nach der Kur entwickelt? Alles wieder beim Alten.
Es war auf jeden Fall eine Hilfe um zu erkennen woran meine Fressanfälle liegen. Ich vermutete das Schwanken des Blutzuckerspiegels doch dem ist nicht so.
Ich bin ein emotionaler Esser. oO Das Zuckerzeugs ist für mich an Entspannung gebunden, ähnlich wie bei vielen Rauchern die Zigarette an den Kaffee. Aber wenn man es weiß, kann man daran arbeiten. 😉 In der iSano Zeit hatte ich eine klare Mission und damit war es auch kein Problem.

Einsatz der iSano Riegel

Meine persönliche Meinung zum Einsatz der Riegel.
Ich halte nichts davon über diese Art der Ernährung wirklich abnehmen zu wollen. Dies sollte in meinen Augen immer mit einer langfristigen Ernährungsumstellung und Bewegung einhergehen.

Für den sportlichen Bereich sind die Riegel jedoch eine willkommene Hilfe, wenn es an das Fettstoffwechseltraining geht. Ich konnte die ersten schnelle Einheit noch laufen, doch danach waren die Speicher leer. Der Ruhepuls ist etwas angestiegen und die Pace meiner 25km Laufrunde ist um eine Minute pro Kilometer gestiegen. Es war schon anstrengender als sonst aber nicht so, dass ich total platt war. Für mich ein super effektives Training am Fettstoffwechsel und genau dort werde ich die restlichen Riegel auch gern einsetzen.
Also Donnerstag letzte schnelle Einheit, dann Riegelchen bis Samstag früh.
Eine qualitative Tempoeinheit ist mit den Riegeln nicht zu bewerkstelligen, hier solltet ihr auf jeden Fall vorher etwas Kohlenhydrate tanken um Power für ein gutes Training zu haben.
Empfohlen wurde mir vom Support bei einem Kalorienverbrauch mit Sport über 3000kcal pro Tag etwas neutrale Kost zu mir zu nehmen. Diese Angabe ist zu sehr verallgemeinert, da der Kalorienverbrauch doch sehr von Geschlecht, Größe und Gewicht abhängt. Selbst mit einem 25km Lauf komme ich nicht auf 3000kcal. Hier würde ich es allgemeiner formulieren: Wer eine erhöhtes Sportpensum absolviert und Power für Tempoläufe benötigt sollte zusätzliche Kohlenhydrate aufnehmen.

Im Alltag wirkt die Kur aufräumend. Man hat keinen vollgefressenen Bauch und kann auch mal dem Darm Ruhe und Entspannung verschaffen. Hier sehe ich auch keinerlei Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit. Ihr habt weder Hunger noch fühlt ihr euch schlapp. Wer also schon immer mal testen wollte wie sich Fasten anfühlt, den Schritt aber echt zu drastisch findet. Ist mit ein paar iSano Tagen auf der sicheren Seite und kann sozusagen mal eine „Fasten Light“ Version probieren. 😉

Für mich war das Experiment sehr interessant und aufschlussreich. Ich konnte hier einiges für mich und mein Körperverständnis mitnehmen.

 

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