Ausstieg aus der Zuckersucht – Rückblick Woche 1

Was bedeutet für mich zuckerfrei?

Nun auch das gilt es zu definieren. Zucker findet sich schließlich auch im gesunden Obst wieder. Honig oder Agavendicksaft sind natürliche Süßen die immer beliebter werden.

Für mich bedeutet zuckerfrei, die Finger von industriellem Zucker zu lassen. Obst ist etwas natürliches was nicht nur Fruchtzucker mit sich bringt sondern auch Vitamine und Mineralien. Der Vorteil an dem natürlichen Naschwerk ist außerdem, dass der Blutzuckerspiegel nicht direkt in die Höhe katapultiert wird sondern langsam steigt. Das beugt dem Heißhunger vor, welchen der Abfall des Zuckerspiegels nach dem Genuss von Gummibärchen und Co gerne mit sich bringt.

Honig gehört auch nicht auf meine Verbotsliste, dafür sind die Vorteile des goldenen Safts viel zu groß. So zählt Honig zu den entzündungshemmenden Nahrungsmitteln. Und wer kennt nicht die wohltuende Wirkung bei Halsschmerzen?

Agavendicksaft und Birnendicksaft stehen ebenfalls nach wie vor auf dem Speiseplan. Natürlich immer vorausgesetzt hier wurde nichts Künstliches hinzugefügt. Doch da ich schon lange kontrolliere was die Hersteller so alles für kreative Zusatzstoffe in die Nahrungsmittel werfen, kann mir da nix mehr untergejubelt werden.

Die erste Woche

Leckeres Bio Apfelmus über herrliche lockerem Dinkelgrieß.

Sieben Tage ohne Süßkram liegen hinter mir. War es schwer? Nun das war sehr abhängig von der Situation.

Angegangen bin ich die erste Woche mit einem Essensplan. So wollte ich sicherstellen, dass ich nicht in ein Hungerloch laufe, weil ich verpasst habe etwas passendes einzukaufen oder mir die Vorbereitung dann spontan doch zu lange dauert.

 

 

 

Und so sah dann meine Planung aus:

Montag- Skyr Quinoa mit Beeren
- Veggie Dürum mit Haloumi
- Möhrenrohkost
- Snacks bei Bedarf: Apfel & Mandeln
Dienstag- Overnight Cia Pudding mit Himbeeren und Rohcacao
- bunter Salat mit Samen und Maccadamia Dressing
- Omelett mit Paprika
- Snacks bei Bedarf: Apfel & Mandeln
Mittwoch- Oatmeal mit Himbeeren
- bunter Salat mit Samen und Macadamia Dressing
- Tomaten Salat mit Mozarella
- Snacks bei Bedarf: Apfel & Mandeln
Donnerstag- Dinkelgrieß mit Apfelmark und Zimt
- bunter Salat mit Samen und Macadamia Dressing
- Veranstaltung - das Beste draus machen
Freitag- Oatmeal mit Apfel und Zimt
- Unterwegs beim Rennsteig lauf bis Sonntag

 

Salatmix mit Macadamia Dressing und Samen

Natürlich alles selbst gemacht um jeglichen ungewollten und sinnlosen Zusätzen zu entgehen. Das Dressing bereite ich am Wochenende vor und stelle es in Gläschen in den Kühlschrank. Den Salat schneide ich und bewahre diesen ebenfalls in einer verschlossenen Vorratsdose im Kühlschrank auf. So hält er länger. Ein knackig frischer Salat ist auf diesem Weg mit drei Handgriffen in der Schüssel.

Klingt doch alles ganz lecker oder?

Richtig satt essen

Was auf jeden Fall wichtig war, dass ich mich richtig satt esse. Auch wenn manche Portionen den einen oder anderen vielleicht zum Kopfschütteln bewegt, hielt ich es für ratsam zu essen bis ich wirklich satt bin. Sonst geht die Nahrungssuche kurz nach der Mahlzeit weiter und das endet meist wenig nach meinen Vorstellungen….

Überkam mich doch mal ein Hüngerchen, gab es eine handvoll Nüsse, ungesüßte Kokoschips oder einen Apfel. Damit bin ich echt gut gefahren.

An einem Tag habe ich mir sogar eine große Schüssel Nicecream gegönnt, einfach weil ich so richtig

Veganes Eis – Nicecream aus Bananen und Erdnussbutter

Lust drauf hatte. Meine Nicecream besteht auch gefrorenen Bananen, Mandelmilch und Erdnussbutter (der guten wo die ganze Nuss verarbeitet wurde und nix weiter drin ist). Einfach nur lecker!

Die schweren Momente

Ich würde ja nicht von Zuckersucht reden, wenn der Verzicht mir keine Schwierigkeiten bereiten würde.

Die erste wirkliche Herausforderung der Woche war der gemeinsame Einkauf am Freitag Abend mit meinem Freund. Ich brauchte nur ein paar Bananen für das Rennsteiglauf-Frühstück. Schatzi verschwand in der Zuckerabteilung und kam mit drei Türen Gummibärchen und Schoki in der Hand zurück. Auf dem Absätzen kehrt gemacht und die Notfallnussration aufgestockt.

Der Moment war schon hart und die Laune auch kurz im Keller. Die Gummibärchen im Zimmer haben mir dann das Leben doch schon recht schwer gemacht. Aber ich habe es überstanden. Äpfeln und Nussmischung sei dank!

Die nächste Falle wartete im Zieleinlauf des Rennsteigs auf mich. Ich hatte keine Ahnung, dass es dort eher einem Volksfest als den gewohnten Zielbereichen gleicht. Waffeln, Softeis und Kuchen. Ganz großes Kino!

Auch wenn mir der Kuchen des örtlichen Gesangvereins, serviert von entzückenden Damen, verlockend in die Nase stieg und mehrfach angeboten wurde. Ging ich am Ende mit einer Schüssel frischen Obst zum Bus.

Nach einem Lauf ist das Letzte was ich meinem Körper geben möchte Zucker. Der hat da genug zu tun und muss nicht mit entzündungsfördernden Substanzen gequält werden. Mit diesen Gedanken habe ich es gut überstanden.

Nun ist die zweite Woche gestartet und ein neuer Essensplan ist geschrieben. Auch die nächsten sieben Tage halten einige Herausforderungen für mich bereit…

 

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