Auenwaldlauf 2015 – Wettkampf ohne Erwartungen

Zwölf Wochen nach dem letzten Wettkampf und elf Wochen nach der Shin Splints Diagnose hieß es am 14. November wieder: Lauf Heike, lauf!

Der Leipziger Auenwaldlauf lockte mich aus dem Haus, die Anmeldung ging schon kurz nach dem ersten Arztbesuch raus. So dass ich gar nicht wusste ob ich wieder fit bin.

Die letzten Wochen lief ich nur langsame Dauerläufe und Grundlagenausdauer. Schnelle Einheiten wurden aus dem Plan verbannt zum Wohle des Beins. Der Plan ging gut auf, die Schmerzen waren recht schnell abgeklungen. Dennoch hielt ich an den langsamen Läufen fest solange die Schockwellentherapie noch nicht abgeschlossen war. Kurz vor dem Wettkampf gab es noch mal ein blödes Zwicken, warum auch immer.

fr_2897_size1024Vorsichtshalber noch mal getapt und dem Bein nochmal ganz viel Liebe geschenkt, war davon aber am Samstag nichts mehr zu spüren. Der erste Plan war in einer für mich gut machbaren 5:30er Pace zu laufen. Doch wie der Laufehrgeiz so ist, entschied ich kurz vorher doch die 5:25er Pace anzugehen und meiner alten PB auf den Leib zu rücken.

Beim letzten Lauf bin ich nach eingien Kilometern eingebrochen und konnte das Tempo nicht komplett halten. Das wollte ich anders machen, konstant die 5:25 und bei km 8 schauen ob noch was geht.

Gesagt getan, kurz nach dem Start aus dem Gewühle geflohen und die Kilometerzeiten immer im Auge. Es lief rund: Waldboden, um die 10 Grad, zeitweise Regen. Ich hatte meine Lieblings Playlist im Ohr und lief. Einfach so. Den Frust, Ärger und Streß von der Seele bis ich lächelnd zur Musik lief. 

Genau das bringt mich immer wieder dazu die Laufschuhe zu schnüren, das Gefühl sich freizulaufen, egal was einen beschäftigt.

Die letzten Kilometer konnte ich tatsächlich nochmal anziehen und den letzten Kilometer in einer 5:01 zurück legen.

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Es hat unheimlich Spaß gemacht und ich habe gelernt, dass reines Grundlagentraining einen auch gut voranbringt. Diesmal fiel es nicht schwer das Tempo zu halten, der Puls war im Schnitt 5 Schläge unter dem des letzte Wettkampfs.

Damit steht das weitere Training fest. GA, LDL und nur einen Tempolauf die Woche. Schont meine noch Einsteigerbänder und -sehnen und bringt mich doch ans Ziel.

Das Ergebnis: 53:57min, knapp 10 Sekunden unter der alten PB. In der Altersklasse W30 hat mich das auf Platz 12 von 23 gebracht. Für einen Wettkampf ohne Erwartungen bin ich total zufrieden. Offiziell geht es jetzt an die Vorbereitung für meinen ersten Halbmarathon.

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