Airport Night Run Berlin – Versprochen

Rückblick – Berlin 14.04.2018

Die Sonne scheint als Sven, ich und zwei Freunde in Berlin eintreffen. Wir wollen den Airport Night Run beschreiten. Wir haben ein tolles befreundetes Paar vor Ort, was für uns die Laufunterlagen schon abgeholt hat. So können wir uns vor der Fahrt zum Airport noch gemütlich bei einem Kaffee auf der Terrasse zusammensetzen. Und wie es so ist entstehen bei solchen Zusammenkünften immer die besten Ideen. Die Zwei sind selbst noch Laufeinsteiger aber nächstes Jahr wollen sie mit uns Laufen. Check! Sechs Hände schlagen ein.

Rückblick – Taucha irgendwann im April 2018

Wie so oft sitzen wir mit meinen Eltern zusammen und labern vor uns hin. Und wie so oft kommt auch das Thema Sport auf den Tisch. Sven ist ja generell ein Motivator und steckt gerne andere mit seiner Begeisterung an. So auch in diesen Stunden. Das Ganze endet mit dem Versprechen meiner Mutter auch eines Tages in Berlin beim Airport Night Run die 10km zu laufen.

Rückblick – Taucha im August 2018

Einer der zwei tief schwärzesten Tage in meine Leben geht Gott Sei Dank dem Ende zu. Wir haben Sven heute verabschiedet. Man unterhält sich, schwelgt in Erinnerungen. Was man nicht alles gemeinsam erlebt hat und was alles noch geplant war. Da ist er, der Gedanke an den Airport Night Run! Wenige Tage später kommen die Zusagen bei mir an und die Anmeldebestätigungen. Ich freue mich. Wir halten zusammen und laufen in Erinnerung an meinen Schatz!

Taucha – 13. April 2019

Drei Läufer packen ihre Sachen ins Auto und sind bereit für den Lauf in Berlin. Drei Läufer die alle etwas zum Ningeln hätten und dennoch die Reise antreten.

Frank kämpft mit einer länger anhaltenden Verletzung und ist nicht 100% fit.

Meine Mam hatte den Tag davor einen Asthmaanfall den wir am Abend im Notfallcenter behandeln lassen musste.

Ich? Ja, ich laufe ja nach 6 Monaten Zwangspause wieder und bin ganz froh über den Test, auch wenn es immer etwas bitter ist nicht richtig fit an der Startlinie zu stehen. Und sich bewusst zu sein, dass man auch eventuell abbrechen muss.

Das Wetter ist eine mittelschwere Katastrophe und dementsprechend demotivierend. Ar…kalt um die 5 Grad, Wolken, Wind und immer mal ein paar Tropfen. Bähh! Aber erstmal los.

 

Berlin – vor dem Lauf

Nach einer sehr gemütlichen Fahrt kommen wir gesund und munter auf dem Flughafen an. Bewundern, dass dort mal wieder gebaut wird und philosophieren darüber ob hier jemals Flieger abheben oder ob wir Läufer dort alle Jahre wieder das Vergnügen zu haben über die Landebahn zu huschen. Ich mag ja, dass es auf dem Flughafen nie Probleme mit dem Parken gibt. 😀

Wir schauen uns in Ruhe um und stellen etwas enttäuscht fest, dass es recht wenig Stände gibt wo man sinnlos das drölftausendste Laufshirt kaufen kann. Einfach nur weil man diese Nuance des Rots noch nicht im Schrank hat…..

Unsere Berliner Freunde treffen schließlich mit den ganzen Laufunterlagen ein. Man freut sich über das Wiedersehen! <3

Nun das übliche Vorbereiten. Umziehen, Startnummer anbringen, 30 Minuten am Dixi anstehen…. Ihr kennt das.

Der Airport Night Run

Der Start und die Aufteilung in die Blöcke ist dann etwas hektisch. Haben wir doch etwas zu viel gebummelt. Man wünscht sich noch eben Glück, Spaß und gute Beine und schon sind auch alle in den Massen verschwunden.

Ich stehe im B2 da ich geplant hatte was um die 47 Minuten zu laufen. Realistisch ist die Zielsetzung jedoch Sub 60 Minuten und schauen ob die Freundschaft zwischen meinem Muskel und mir weiter stabil ist. Im Startblock stehen kann man aber so schon gar nicht sagen, denn als ich mich einfinde geht es auch direkt los.

Ich denke an Sven. Vor einem Jahr stand er vor mir. Vor zwei Jahren neben mir. Scheiße! Ein paar Tränen. Du bist da ich weiß. Also laufen wir los. Zusammen. Wie immer.

Die Pace habe ich die ganze Zeit im Blick, ich neige generell dazu zügig zu starten. 5:50 fühlt sich gut an. Dann geht sicher auch 5:45. Jap, dass passt. Bei Kilometer fünf beschließe ich einen kleinen Steigerungslauf. Also ab jetzt soll jeder Kilometer schneller werden. Einfach mal schauen ob sie hält, die Freundschaft zwischen meinem Körper und mir.

Die Zeit vergeht wie Sau. Meine Gedanken sind ganz oft bei meiner Mam und ich bitte das Universum ihr beizustehen, dass sie ihren ersten 10er gesund und ohne Probleme finishen kann.

Bei Kilometer achte hebt er den Finger, der Muskel. Er sagt: „Hallo ich bin hier und muss echt arbeiten. Wenn Du mich pflegst und belohnst bin ich gern für Dich da.“ Den Deal nehme ich an. Versprochen!

Also habe ich jetzt dieses dümmliche Läufergrinsen im Gesicht, wenn man nach 6 Monaten die Handbremse löst und rollen lässt. Danke Muskel, ich hab Dich lieb!
Sven sehe ich praktisch lachend neben mir her joggen. Angeber! <3

Im Ziel

Selten war ich so glücklich über einen 10 Kilometerlauf. Ein Läufer der wieder läuft.

Zwei sind schon im Ziel. Unser Einsteiger mit echt tollen 52 Minuten. Respekt!

Ich krame das Handy raus und schaue wo meine Mam steckt. Es dauert etwas bis ich brauchbare Daten habe. Doch dann die Erleichterung: Sie läuft! Also wird Sie das erste Mal 10 Kilometer laufen. Ich bin so glücklich und stolz.

Schnell wird uns allen kalt. Wir machen eben noch ein Gruppenfoto und verabreden uns für 2020. Man munkelt es soll der letzte Berlin Airport Night Run werden. Da sind wir natürlich auf jeden Fall dabei und verabschieden das außergewöhnliche Event. Auf die Freundschaft!

Wunschstartnummer aus unseren Zahlen <3

 

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